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Wer bin ich und wer will ich sein? Die Kunst der Selbst(er)findung

November 29, 2019

Neugierig aufs Leben, hungrig nach mehr? Das kleine Wort Selbstfindung erschlägt dich fast und du fühlst dich unsicher und doch irgendwie stark. Die Frage nach dem Ich trifft dich vielleicht plötzlich und hart, ein fesselnder Gedanke, der dich nur schwer wieder loslässt.

Essenzielle Antworten auf Fragen wie: „Wer bin ich und wer will ich sein?“, liegen, manchmal sehr versteckt, in dir. Wir begleiten dich auf dem abenteuerlichen Weg, der dir bevorsteht, wenn du sie ergründen möchtest und geben dir in diesem Beitrag Denkanstöße und Inspirationen, die dich einen Schritt näher zu dir selbst bringen können.

Die Phase der Selbstfindung

Jahrelang hast du funktioniert: Schule, Job, Freunde, Familie. Immer wieder hast du versucht allen Erwartungen von außen gerecht zu werden. Und dabei komplett vergessen, dir Zeit für dich zu nehmen. Unsere Gesellschaft, unsere Erziehung, ja sogar du selbst hast dir eingeredet, dass innehalten und dich einfach nur auf dich zu konzentrieren egoistisch und falsch ist.

Doch dein Ich lässt sich nicht einfach abschalten, dein Unterbewusstsein wird immer wieder um Anerkennung kämpfen. Im schlimmsten Fall verlernst du ohne Selbstreflexion und Selbstliebe zu wachsen, du bleibst einfach stehen und bekommst Angst und Zweifel, ob das wirklich schon alles war. Aber so muss es nicht kommen.

Wer bin ich und wer will ich sein?

Sich selbst finden klingt so einfach und ist dennoch mitunter das Schwerste, das du in deinem Leben erreichen kannst. Du musst dich dir selbst stellen, dich kennenlernen und dir eingestehen, dass auch Fehler dazu gehören. Dabei ist der erste Schritt der Selbstfindung die Frage: „Wer bin ich?“

Pauschale Selbstfindungs-Tipps, die allgemeingültig sind, gibt es nicht. Jeder reflektiert anders. Du kannst meditieren, ein Tagebuch schreiben, Selbstgespräche führen oder eine Therapie machen. Aber eines ist klar: Du wirst dir Fragen stellen müssen, manchmal auch unbequeme, manchmal welche, die dich selbst überraschen.

Was willst du sein?

Frage dich nicht nur wer du sein willst, sondern auch was du sein willst. Welche Ziele hast du in deinem Leben? Gehst du regelmäßig ins Fitnessstudio, um für andere besser auszusehen oder damit du gesund und belastbar bleibst? Willst du im Job durchstarten oder lieber mehr Zeit mit deiner Familie und Freunden verbringen? Was spornt dich wirklich an?

Löse deine Gedanken von Meinungen und Konventionen deines Umfeldes. Leichter gesagt, als getan, das stimmt. Probiere dich daher zunächst an den folgenden Aufgaben aus, vielleicht schaffst du es, dich dadurch leichter abzugrenzen.

  1. Versuche „Nein“ zu sagen, wenn du etwas nicht möchtest oder keine Lust auf eine Tätigkeit hast, die deine Freunde vorschlagen. Freundlich, aber deutlich.
  2. Stehe zu dir, deinen Hobbys, deinem Leben. Deine Interessen unterscheiden sich von denen deiner Kommilitonen? So what? Die Vielfalt macht das Leben aus und vielleicht könnt ihr euch gegenseitig bereichern.
  3. Nimm dir Zeit für dich und unternimm, was dir gefällt. Frage dich, was du erleben möchtest und was du morgen tun würdest, wenn du einen Tag nur für dich hättest.
  4. Konzentriere dich auf dich selbst. Vergiss nicht, dass du die Gedanken und Gefühle von anderen nicht kontrollieren kannst. Du bist nur für dein Leben verantwortlich.

Deine beste Freundin ist mit Ende 20 bereits zweifache Mami und nervt dich damit, dass auch du dir endlich den Partner fürs Leben suchen sollst? Dein Bruder hat einen Job, der richtig viel Kohle bringt und meint, du solltest dir endlich eine „vernünftige“ Arbeit suchen, die mehr Geld bringt?

Lass die Leute reden. Freue dich für die Menschen in deinem Umfeld. Orientiere dich ruhig an ihnen, lass dich von ihnen inspirieren, ahme jedoch niemanden nach oder vergleiche dich mit ihnen. Es ist nun einmal dein Leben und du solltest am Ende glücklich zurückdenken und sagen können: Ja genau, das war ich.

Warum bist du so, wie du bist?

Meist lohnt es sich, die Frage nach dem Warum" zu stellen: Warum bist du so, wie du bist? Was hast du erlebt, was hat dich verändert? Was bereust du?

Durch die Beantwortung lernst du dich besser kennen. Du wirst erkennen, dass Menschen, schöne Momente und auch Fehler dein Leben geformt haben. Okay, auch wenn ein paar Erlebnisse weh taten – Wunden heilen, Narben verblassen. Hier ist es besonders wichtig zu verzeihen. Indem du anderen und auch dir verzeihst, kannst du erlebtes und schlechte Gefühle loslassen.

Lerne aus deinen Fehlern, indem du darüber nachdenkst, was in einer Situation falsch gelaufen ist. Und mache dir klar: Jedes Erlebnis, jede Reaktion, jeder Schritt brachte dich näher zu dir selbst. Das alles macht dich aus – macht dich zu der Person, die du geworden bist.

Wie kannst du dein Ich ausdrücken?

Je nachdem wie weit du in deiner Selbstfindung fortgeschritten bist, wird sich irgendwann die Frage nach dem „Wie“ aufdrängen. „Wie kannst du einfach du sein?“

Ganz tief in dir steckt eine Kraft – ob du sie als magisch oder bloß verborgen bezeichnen möchtest entscheidest du – und wartet nur darauf loslegen zu dürfen. Du musst diese Stärke nur finden und nutzen. Mache sie sichtbar und zeige der Welt, wer du bist und wie du wahrgenommen werden willst. Hier fängt deine Selbstliebe an und greift auch auf andere Menschen über.

Es klingt zwar abgedroschen, jedoch gehört auch die Selbstliebe zur Selbstfindung. Vielleicht hast du schon einmal gehört, dass dich nur jemand lieben kann, wenn du dich selbst liebst. Ein Satz, der unheimlich viel Druck aufbaut und dabei nur eine Inspiration sein soll, dich kennenzulernen.

Techniken um deine Selbstfindung zu unterstützen

Meditation

Such dir am besten einen Meditationskurs in deiner Nähe. Hier eignen sich vor allem Achtsamkeitsmediationen. Sie lassen deinen Verstand zur Ruhe kommen und wieder in deinem Körper ankommen, indem du dich auf ein körperliches Geschehen wie beispielsweise das Atmen konzentrierst. Die erlernten Techniken kannst du dann ganz einfach Zuhause nachmachen und dadurch nicht nur Antworten finden, sondern auch Anspannungen auflösen.

Tagebuch schreiben oder Selbstgespräche führen

Nein, nicht nur Teenies schreiben Tagebuch: Ein Tagebuch ermöglicht dir die direkte Auseinandersetzung mit dem Erlebten und mit deinen Gefühlen. Du kannst dir dafür beispielsweise einmal in der Woche Zeit nehmen und dir die wichtigsten Fragen in Momentaufnahme beantworten.

Hierfür gibt es auch Bücher, die dich dazu bringen, jeden Tag einen Satz oder ein Wort, das deinen Gefühlszustand beschreibt, aufzuschreiben. Auf diese Weise kannst du dich immer wieder neu kennenlernen.

Du bist nicht so der Typ fürs Schreiben? Kein Problem, ähnlich funktioniert das Selbstgespräch. Der Psychologie zufolge lässt dich „laut denken“ präziser denken. Du kannst dadurch besser Selbstkritik üben, soziale Situationen reflektieren und kannst dich selbst bestärken oder bestätigen.

Therapie

Eine Therapie kann dir andere Sichtweisen aufzeigen und Denkmuster durchbrechen, die du irgendwann einmal gelernt hast, die heute aber nicht mehr zu dir passen. Vielen Menschen tut es gut, über sich selbst und sein Leben zu sprechen. Hier sitzt jemand, der dir zuhört. Niemand, der dich verurteilt oder deine Probleme lächerlich findet. Das Prinzip ist ähnlich wie beim Tagebuch schreiben und Selbstgespräch, nur wirkt das Gesprochene auf einige Menschen viel kraftvoller, wenn sie es laut vor einer anderen Person aussprechen. 

Zeige, wer du bist

Gestalte deine Selbstfindung aktiv, indem du dich selbst erfindest. Eine interessante und kreative Art dich zu zeigen ist die Body Modification, wie zum Beispiel mit Jagua Gel. Anders als bei Tattoos, Piercings und Co. verschwindet das Gel innerhalb weniger Wochen wieder von deiner Haut und du kannst dich immer neu ausprobieren.

Tipp: Welche Möglichkeiten du mit einem temporären Tattoo hast, erfährst du in unserem Blogbeitrag: „5 Tattoo Arten: Finde heraus, welcher Stil zu dir passt.”

Sei mutig und zeige dich

Vergiss nicht: Selbstfindung braucht Zeit und ist ein immerwährender Prozess. Erwarte keine Wunder von dir. Viele Menschen schaffen es nie sich kennenzulernen, weil der Weg, schwierig und manchmal auch unangenehm sein kann. Das muss aber nicht so sein. Entdecke, wie viel Spaß es machen kann, dich selbst zu finden. Verliere dich in philosophischen Gedanken, befrage deine Freunde und deine Familie, wie sie dich sehen und überrasche sie, wenn sie sich irren.

Jeder zweifelt ab und zu an sich. Das ist ok und gehört dazu. Doch du bist es Wert von dir selbst entdeckt zu werden, für deine Wünsche und Ziele einzutreten. Die Welt wartet auf dich, zeig dich ihr.

 

Titelbild von Siora Photography.

 

Hannah Doths ist Redakteurin bei inara schreibt.

Über die Redaktion

Hannah Doths ist Onlineredakteurin bei inara schreibt. Texte mit Aussagekraft sind ihr Spezialgebiet. Mit Adleraugen macht sie jeden noch so kleinen Fehler ausfindig und garantiert Qualität mit einem einzigartigen Twist.



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